Warum der Name AGORA?
Die Agora – Zentrum des öffentlichen Lebens in Athen
[die Agora; griechisch]: sehr früh der Marktplatz altgriechischer Städte. Erster Marktplatz Athens.
Die Agora von Athen
Die Agora im allgemeinen ist der “Versammlungsort” des Volkes und schließlich auch der Marktplatz. Auf der Agora spielte sich das gesamte öffentliche Leben ab. Hier wurden nicht nur die Güter für das tägliche Leben eingekauft, sondern auch wichtige Wahlen, sportliche Wettkämpfe veranstaltet, Götter verehrt.
Auch in Athen ist die Agora das Herzstück der Stadt. Dort entwickelten sich Kultur, Geschäftigkeit und die Politik. Um 600 v. Chr. grenzten Steine mit der Inschrift “Ich bin die Grenze der Agora” einen Platz ab, auf dem sich alles Weitere entwickelte.
Laut dem Komödienschreiber Eubulos (4. Jh. v. Chr.) konnte man auf der Agora alles mögliche erwerben: “Feigen, Gerichtsvollzieher, Trauben, Äpfel, Zeugenaussagen, Rosen, Honig, Prozesse, Myrte, Verlosungsgeräte, Ringe, Wasseruhren, Gesetze und Beschuldigungen”.
Es befand sich dort der Sitz von Verwaltungen und Gerichten, und wenn es nötig war, fanden große Bürgerversammlungen statt. Man führte dort die Wahlen für öffentliche Ämter durch. Ebenso wurden Schauspiele aufgeführt, bevor später (4./5. Jh. v. Chr.) das Dionysos- Theater aufgebaut war. Sportliche Wettkämpfe trug man dort aus, bis es ein Stadion gab. Auch Pferderennen waren üblich. Zu Ehren vieler Götter und Helden existierten viele Heiligtümer, welche zu manchem Fest einen Anlass gaben. Der eigentliche Markt verlagerte sich mit der Zeit in Nebenstraßen, doch sollen die Kaufleute mit Vorliebe weiterhin auf der Agora verhandelt haben.

Agora v. Athen, Säulenhalle, Architekt Various, ca. 4/5 Jh. v. Chr.



